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ſchritt. Am Thore fand man ein Per⸗ gament angeſchlagen. Nur zu gut wußte man, daß es eine Vorladung der heili⸗ gen Vehme enthielt. Der Burgvoigt mußte gerufen werden, denn kein Knecht wollte das Pergament abnehmen. Die⸗ ſer ſelbſt nahm es etwas zagend ab und trug es zum Ritter Konrad. Er las bei dem Scheine einer Kerze:
„Wir, die Richter im Verborgenen, laden hiermit den Ritter Konrad von Bärenburg vor unſer Gericht. Auch erklären wir, daß, wenn ſich der Ge⸗ forderte nicht nach der dritten Vor⸗
ladung einfindet, er für vogelfrei er⸗
klärt wird, denn ſein angeſchuldigtes Verbrechen iſt dann erwieſen. Schutz der Unſchuld und Strafe dem Ver⸗ brecher. Die heilige Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kaſſel.“


