Gaſton, mit dem Beinamen „der Wilde“ Er war auch wirklich mehr Thier als Menſch. Wenn die Landleute ihre Kinder ſchrecken wollten, drohten ſie ihnen nur mit dem wilden Gaſton. Sein Geſicht war faſt ganz behaart und dunkelbraun, und fürchterlich blitzten ſeine tiefliegenden Augen. An Größe war er mit einem Rieſen zu vergleichen. Seine größte Luſt war Jagd. Raub und Mord, oder eine ganze Gegend in Furcht und Schrecken zu ſetzen. Von jedem braven Ritter war dieſer Unmenſch verachtet. Vor Konrads Ankunft auf Liebenſtein kam er eines Nachts daſelbſt an, weil er ſich auf der Jagd verirrt hatte. Am Morgen ſah er die ſanfte herrliche Adel⸗ gunde in allen ihren Reizen. Jach brauſ'te ſein wildes Blut auf. Seine Liebe zu Adelgunden war raſend zu nen⸗ nen, denn ſie glich der Tollwuth. Er
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Gaston von Luxburg, der freche Dirnenräuber oder Die rächende Vehme in den Ruinen der Todtenburg bei Kassel / [Karl von Thal]
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