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Pierunddreißigſtes Kapitel. Ein Heirathskapitel.
Auf der Plattform von Tunbridge rauchte und lang⸗ weilte ſich Pen bis zur Ankunft des Abendzugs nach London eine volle halbe Stunde — ſechs Stunden ſchie⸗ nen es ihm; aber auch die Unendlichkeit ging zu Ende, der Zug kam an, eilte weiter, die Lichter von London wurden ſichtbar — ein Gentleman, der ſeinen Reiſeſack vergaß, ſtürzte in ein Cab, und rief dem Kutſcher: fahre ſo ſchnell als du kannſt nach der Jermyn Street! Der Cabmann, obgleich ein hansom cabman, ſagte Dank für das Geſchenk, das ihm in die Hand gedrückt wurde, und Pen rannte die Treppe des Hotels hinauf nach Lady Rockminſter's Gemächern. Laura, blaſſen Geſichts, war allein in dem Geſellſchaſtszimmer und las bei dem Schein einer Lampe. Das blaſſe Geſicht blickte auf, als Pen die Thür öffnete. Dürfen wir ihm folgen ?2 Die großen Momente des Lebens nur Augenblicke wie die an⸗ dern. Ihr Urtheil iſt; chen, in wenigen Worten ge⸗ ſprochen. Ein einziger Blick der Augen, ein bloßer Druck der Hand, oder der Lippen, obgleich ſie nicht ſprechen können, mag entſcheiden.
Wie Lady Rockminſter, die nach dem Diner ihr Schläfchen gemacht, auſſteht und in ihr Wohnzimmer geht, dürfen wir eintreten mit Ihrer Herrlichkeit.
„Auf mein Wort, junges Volk!“ ſind die erſten Worte, welche ſie ſpricht, und ihre Begleiterin macht verwunderte Augen über ihre Schulter. Und wohl mag ſie ſo ſagen, und wohl mag die Zofe verwunderte Augen machen: denn die jungen Leute ſind in einer Attitude,
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