Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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die Mr. Grady für ihn secundum artem zubereitete, ihr Recht angethan. Aufgeräumt und geſprächſam, war ihm jede Geſellſchaft lieber als keine, und obgleich er nicht die geringſte Vorliebe für ſeinen Hausgenoſſen hatte, und ſich nicht gegrämt haben würde, wenn der von Sir Francis Clavering ſo inbrünſtig erſehnte Unfall ihn betroffen hätte, ſo hielt er ſich doch in gutem Ver⸗ nehmen mit ihm. Er hatte Nachts zuvor Altamont mit großer Freundlichkeit zu Bette geleitet und ſein Licht aus Furcht vor Unfällen weggenommen, und als er eine Schnapsbouteille, auf die er für ſeine nächtliche Er⸗ friſchung gerechnet hatte, leer fand, mit vollem Gleich⸗ muth ein Glas Waſſer zu ſeiner Pfeife getrunken, ehe er ſich zu ſeiner Krippe wandte und ſich ſchlafen legte. Dieſer Genuß entging ihm nie, er hatte immer einen leichten Sinn, eine regelmäßige Verdauung und eine roſige Wange; und ob es am nächſten Morgen in die Schlacht oder in's Gefängniß ging (und beides war ſein Loos geweſen) im Lager oder auf der Flotte: der wür⸗ dige Kapitän durchſchnarchte geſund die Nacht und er⸗ wachte mit leichtem Herzen und geſundem Appetit für 6 Kämpfe, oder Verlegenheiten, oder Freuden des ages.

Der erſte Akt von Oberſt Altamont's Auferſtehung war, Grady um eine Pinte blaſſen Ales zu rufen, welche er zuerſt in eine zinnene Kanne goß und ſie zu ſeinem Munde führte. Er ſetzte ſie leer nieder, holte tief Athem, wiſchte ſeinen Mund an ſeinem Schlafrock (die Verſchiedenheit der Farbe ſeines Bartes von ſeinem gefärbten Backenbart war ſchon lange Kapitän Strong aufgefallen, der auch geſehen hatte, daß er hübſches

Haar unter ſeiner ſchwarzen Perücke beſaß, aber über

dieſe Umſtände keine Bemerkungen machte) — der Oberſt athmete tief auf und geſtand, daß er, durch ſeinen Zug unermeßlich erquickt worden ſei. „Nichts kommt dieſem Biere gleich,“ hemerkte er, „wenn die