Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1851)
Entstehung
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Coſtigan, über der nächſten Hausthür Nro. 4. und über die kommunieirenden Bleirinnen ſich beugend, konnte Grady das Stockbrett mit Reſeda, das vor Bows Fen⸗ ſter blühte, erreichen.

Von Grady's Küchenfenſter kamen oft noch ſtärkere Gerüche herüber. Die drei alten Soldaten in Nro. 4. waren alle in der Kochkunſt erfahren. Grady verſtand ſich vortrefflich auf geſchmortes Kalbfleiſch; der Oberſt war berühmt in der Bereitung der Pillaus und Cur⸗ ries *), und was Strong betraf, ſo konnte er Alles kochen. Er bereitete franzöſiſche Gerichte, ſpaniſche Ge⸗ richte, geſchmortes Fleiſch, Fricaſſee, und Omeletten auf's vortrefflichſte, auch war in ganz England Niemand gaſt⸗ freundlicher als er, wenn ſeine Börſe voll, oder ſein Kredit gut war. In dieſen glücklichen Zeiträumen konnte er, wie er ſagte, einem Freunde ein gutes Diner, ein gutes Glas Wein und ein gutes Lied darauf bieten; und der gute Cos hörte oft mit Neid die Chöre von Strong's lärmenden Liedern und das muſikaliſche Klingen der Gläſer, wenn er auf ſeinem Zimmer ſaß, ſo weit entfernt und doch ſo nah bei dieſen Feſtlichfeiten. Es war nicht rathſam, Mr. Coſtigan zu oft einzuladen: ſeine Gewohnheit, ſich zu betrinken, war beklagenswerth; er langweilte Strong's Gäſte mit ſeinen Geſchichten; wenn er nüchtern, und mit ſeinen Thränen, wenn er betrunken war.

Eine ſeltſame, buntſcheckige Gruppe waren ſie, dieſe Freunde des Chevalier; und obgleich Major Pen⸗ dennis von dieſer Geſellſchaft nicht ſehr erbaut worden wäre, ſo hatten doch Arthur und Warrington nicht wenig Gefallen daran, und Pen fand ſie ſo unterhal⸗ tend, als die Geſellſchaft der feinſten Gentlemen in den feinſten Häuſern, die er zu beſuchen die Ehre hatte. Jedes Glied der Bande hatte ſeine Geſchichte, ſie ſchienen ihre Ebbe und Fluth in Glück und Unglück ge⸗

*) Oſtindiſche Gerichte.