Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Gtzählten bekannt ſei. Einmal hatte er die Kühnheit, die Genauigkeit der von Major Pendennis gegebenen Erzählung in Frage zu ſtellen, und gab ſeine eigene Verſion der Anekdote, von der er wußte, daß ſie recht warz denn er hörte ſie öffentlich in dem Klubb N. N. beſpre⸗ chen, von ſolchen, die bei der Sache gegenwärtig waren. Die Jüngſien ſahen ſogleich mit Verwunderung zu ihrem Genoſſen auf, der es wagte, den Major zu unterbrechen — Wenige von ihnen wußten, die wehmüthige Grazie und Artigkeit zu ſchätzen, womit Major Pendennis ſogleich Mr. Bloundells Verſion beitrat und ihm für Berichti⸗ gung ſeines Irrthums dankte. Sie ſtierten ihn bei der nächſten Gelegenheit an, als er von dem alten Pen in verächtlichen Ausdrücken ſprach, und ſagte, Jedermann kenne den alten Pen, den regelmäßigen, alten Freſſer in Gaunt Houſe, den notoriſchen, alten Schwätzer, den pedentiſchen, alten Dummkopf.

Major Pendennis konnte ſeiner Seits Mr. Bloun⸗ dell auch nicht im Geringſten leiden. Man darf dar⸗ auf rechnen, daß ſolche Sympathien bei Herren und Damen gegenſeitig ſind, und wenn ein gütiger Freund mir ſagt, daß der und der mich verunglimpft habe, ſo bin ich meiner Seits ziemlich gewiß, daß ich den und den auch nicht leiden mag. Wir haben unſer Wohlge⸗ fallen oder Mißfallen an einander, wie man ein Wohl⸗ gefallen oder Mißfallen an dem Geruch gewiſſer Blu⸗ men, oder dem Geſchmack gewiſſer Gerichte, oder Weine oder Bücher hat. Wir können nicht ſagen, warum; — aber als allgemeine Regel mag gelten, daß alle Gründe in der Welt nicht bewirken, daß wir Dr. Fell lieben, und ſo gewiß, als wir ihn nicht lieben, dürfen wir ver⸗ ſichert ſein, daß er an uns keinen Gefallen findet.

So ſagte der Major: „Pen, mein Junge, Dein Diner ging à merveille von Statten; Du machteſt die Honneurs allerliebſt, haſt gut vorgeſchnitten, — es fteut mich, daß Du vorſchneiden gelernt haſt, — man thut's iett auf den meiſten Häuſern auf dem Nebentiſch, aber