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ſeine Stumpfheit als männliche Einfachheit bewundert, ſeinen Eigennutz als männliche Superiorität verehrt, ſeine Dummheit als majeſtätiſche Gravität, und ihn überhaupt ſo behandelt, wie die brillante Fee Titania einen gewiſſen Weber aus Athen. Ich glaube von ſolchen Irrungs⸗Ko⸗ mödien in der Welt ſchon Zeuge geweſen zu ſein. So viel aber iſt gewiß, daß Amalie ihren Liebhaber für einen der tapferſten und brillanteſten Männer im ganzen engli⸗ ſchen Reiche hielt: und es iſt wohl moglich, daß Lieute⸗
nant Osborne gleichfalls ſo dachte. Er war etwas wild: aber wie viele andere junge
Männer ſind es auch; und iſt einem Mädchen ein lieder⸗ licher Menſch nicht lieber, als eine „Milchſuppe?“ Er
hatte die Hörner ſich noch nicht abgelaufen, aber es mußte doch bald geſchehen: auch mußte er ſeinen Abſchied neh⸗ men, da jetzt der Friede verkündigt, das korſiſche Mon⸗ ſtrum auf Elba eingeſchloſſen, und es mit dem Vorrücken natürlich nun auch aus war, und ſich nun ihm keine Ge⸗ legenheit mehr bot, ſeine unbezweifelten militäriſchen Ta⸗ lente und ſeine Tapferkeit an den Tag zu legen. Mit dem Gelde, das ſie Beide zuſammenbrachten, konnten ſie irgendwo auf dem Lande, in der Nähe einer guten Jagd, ſich bequem niederlaſſen; da konnte George ein wenig ja⸗ gen, und ein wenig Ackerbau treiben, ſo daß zu ihrem beiderſeitigen Glücke Nichts fehlte. Unmoͤglich konnte er doch als verheiratheter Mann in der Armee bleiben. Man denke ſich einmal Mrs. George Osborne in einem Land⸗ ſtädtchen einlogirt; oder, was noch ſchlimmer, in Oſt⸗ oder Weſtindien, mit einer Geſellſchaft von Offizieren, und unter der Protektion der Frau Majorin O'Dowd Amalie lachte ſich halb todt über die Geſchichten, die Osborne von der Frau Majorin O'Dowd erzählte. Er liebte ſie viel zu ſehr, um ſie der Berührung jenes abſcheulichen Weibes, und ihren Gemeinheiten, und der rohen Behand⸗ lung einer Soldatenfrau auszuſetzen. An ſich ſelbſt dachte er nicht — nein; aber ſein liebes Weibchen ſollte in der


