Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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Mauern und Wände des alten Hauſes waren noch ge⸗ rade ſo offen, wie ſie von den Kugeln der Republikaner zurückgelaſſen worden waren. Ein Theil des Schloſſes wurde reſtaurirt und mit dem Silbergeſchirr, den Tapeten und den Möbeln herausgeputzt, die von dem Hauſe in London hergeſchafft worden waren.

My Lady glaubte, ihr Einzug in das Dorf Caſtlewvod würde ein Triumphzug ſein, und erwartete von den Leuten, daß ſie ſie bejubelten, während ſie über den Anger führe in ihrer großen Kutſche, mit my Lord an ihrer Seite, mit ihren Kammerfrauen, Schooßhunden und Kakadus auf dem andern Sitze, ihren ſechs Kutſchpferden und ihren bewaffneten, vor⸗ und nachreitenden Dienern. Aber man war damals in einer Zeit, wo Alles ſchrie: „Nieder mit dem Papſt! Nieder mit den Papiſten!“ Die Leute im Dorfe und in der benachbarten Stadt wurden durch den Anblick von dem geſchminkten Geſichte und den geſchminkten Augenlidern ſchen gemacht, als ſie den Kopf zum Kutſchenfenſter hinausſtreckte, wahrſcheinlich um ſich recht gnädig zu erweiſen. Ein altes Weib ſchrie ſogar: „Ei, ei, Lady Iſabel! Gott ſei mir gnädig, es iſt Lady Jeſebel!“ — ein Name, womit in der Folge die Feinde der ſehr ehrenwerthen Vicpmteſſe ſie zu bezeich⸗ nen pflegten.

Wie geſagt, das Land wollte damals von Papiſten Nichts wiſſen, und ſo kam e denn, daß Ihre Ladyſchaft anfänglich in der Grafſchaft und im Dorfe gar wenig Gunſt fand: wußte man doch, daß ſie zum Katholicis⸗ mus übergegangen mit ihrem Gatten; daß ſie einen römiſchen Prieſter in ihrem Gefolge hatte, und daß in der Kapelle von Caſtlewvod die Meſſe celebrirt wurde — obgleich es nur wahr iſt, daß die Kapelle für den römiſchen Gottesdienſt erbaut worden war, ehe man noch im Lande von einem andern gehört hatte, und daß der Gottesdienſt dort in der ruhigſten Weiſe von der