— 169 — der Stutzer, welche im Hauſe wohnen, lieſ't Mr. Pink⸗ 3 ney's Morning⸗Poſt, ehe er ihm die Zeitung bringt und 1 pernachlaͤſſigt die Briefe aller Bewohner des Hauſes. 4 Die großen Zimmer, welche von dem Lord Levant als Salons von den Pococurante — einem Clubb, wo, wie man mir ſagt, das Spiel furchtbar war — als Kaffee⸗ zimmer, und von der Weſididdleſex⸗Geſellſchaft als Direc⸗ torialzimmer benutzt wurden, ſind jetzt von zwei Kuͤnſtlern
bewohnt, dem jungen Miniaturiſten Pinkney und dem Hiſtorienmaler Rumbold.
WMiß Rumbold, ſeine Schweſter, wohnt, veilauſig erwaͤhnt, bei ihm, aber mit dieſer jungen Dame haben wir natuͤrlich nichts zu thun.
Ich habe dieſe beiden Herren in Rom gekannt, wo Georg ein Sammetwams und einen bis auf ſeine Bruſt gehenden Bart trug und im Café greco uͤber ſeine Kunſt zu ſprechen pflegte. Wie ſein Sammetwams nach Tabak roch, mit welchem ſein bindfadenartiger rother Bart eben⸗ falls parfuͤmirt war!
In ſeinem Atelier war es, wo ich di Ehre hatte, ſeiner Schweſter, der ſchönen Miß Clara vorgeſtellt zu werden. Sie hatte einen großen Helm mit einem rothen Pferdehaarbuſche — ich dachte anfaͤnglich, daß es ein Puͤſchel von ihres Bruders Bart ſei, auf dem Kopfe und 3 hielt einen Speer mit blecherner Spitze in der Hand, und


