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„Dos iſt die Freiheit!“ rief ein kleiner Herr, der dem General ſehr aufmerkſam zugehoͤrt hatte. „Das iſt die Frei⸗ heit! Sie haͤlt ihren Bivouac, wenn die Nacht einbricht, bei der Fackel der Vernunft, und das nächſte Morgenroth ergluhet von dem Glanz der Sonne von Auſterliz.“ Ein lautes Beifallsgemurmel folgte dieſen Worten. „unſer Freund iſt groß heute Abend,“ fluͤſterte Monte⸗
* Chriſto, „und morgen wird er vielleicht noch groͤßer. Wenn
Ludwig Philipp nachgiebt, ſo wird er vielleicht Premiermini⸗ ſter — wenn aber das Feuern losgeht, ſo glaube ich, er wird ſich irgend wohin verkriechen. Ah, Monſieur Albert, will⸗ kommen von Cannes. Wir haben Sie ſchon ſeit einiger Zeit erwartet und Sie ſind um keinen Augenblick zu fruͤh ge⸗ kommen.“ 90
Der mit dieſen Worten Angeredete war ein Mann von mittlerer Große, ſchon ziemlich bejahrt und ſehr ſchlecht ge⸗ kleidet. Er trug einen abgeſchabten grauen veberrock, carrirte Beinkleider und der untere Theil ſeines Geſichts war in den Falten einer ſchwarzen Cravatte begraben. Seine Zuge wa⸗ ren markirt und es war mir, als hätte ich ſie ſchon fruͤher einmal geſehen. Die kleinen grauen Augen rollten unruhig unter den zottigen Brauen herum, die Backenknochen ragten weit hervor, zu beiden Seiten des Mundes zei ſich eine tiefe Furche, und die ganz eigenthumlich geſtaltete Naſe ſchien mit einem abgeſonderten Leben begabt zu ſein und fuͤhrte eine


