Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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„Ich habe nicht geſehen, daß Seine Ehren oder meine Herrin viele vergoſſen haͤtten!“ dachte Wamba der Narr, aber ſeht Ihr, er war doch nur ein Blod⸗ ſinniger und nicht recht bei Troſte.

„Ich moͤchte ſelbſt meine Kuͤmmerniſſe nicht um Deine Gleichgiltigkeit vertauſchen,“ fuhr der Ritter fort. „Wo es Sonnenſchein giebt, muß es auch Schatten geben. Soll ich, weil mir der Schatten unangenehm iſt, mir die Augen ausſtechen und im Dunkeln leben? Nein, ich bin mit meinem Schickſale ſelbſt ſo wie es iſt zufrieden. Die Sorge, von der Du ſprichſt, mag einen ehrlichen Mann wohl ſchwer plagen, hat ihn aber noch nie zu Boden geritten. Ich kann ſie auf meinen Schultern tragen und ihr zum Trotz mir einen Weg durch das Gedraͤnge der Welt bahnen, denn mein Arm iſt ſtark und mein Schwert ſcharf, und auf meinem Schilde iſt kein Flecken und mein Herz iſt zwar truͤbe, kennt aber keine Schuld.“

Und hier nahm der Ritter ein Medaillon unter ſeiner Weſte (die von Panzerſchuppen gemacht war) hervor, kuͤßte das Erinnerungszeichen, ſchob es wieder unter die Weſte zuruͤck, ließ einen dicken Seufzer ver⸗ nehmen und gab ſeinem Pferde die Sporen.

Was Wamba betrifft, ſo verzehrte er eine Blut⸗ wurſt, waͤhrend Sir Wilfried die obige Rede hielt (welche einen geheimen Kummer von Seiten des Rit⸗ ters verrieth, der fuͤr den Narren vollkommen unbe⸗ greiflich ſein mußte) und hoͤrte alſo von Jvanhoes