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„Ich Herrmann, adelicher, ſchildbuͤrtiger Ritter, erbgeſeſſen auf der Burg Ettersburg im Lande Thuͤringen, klage hiermit vor Euch, Richter und Schoͤffen, von wegen kaiſerlicher Majeſtat beſtellt, zu halten ein rechtes und freies Gericht uͤber die, ſo da Böſes thun, den Ritter Bodo von Ursach an: des Jungfrauenraubes, Verletzung des Gottesfriedens, und des Mordes an dem Ritter Burkhard von Adlerhorſt. Ich klage, klage, klage gegen Bodo zum erſten andern und dritten Male.“ *
„Eure Klage iſt ſchwer, ehrſamer Ritter! — ſprach der Gaugraf — doch wie mögt Ihr die⸗ ſelbe beſtaͤrken, und den Angeklagten der Ver⸗ brechen uͤberweiſen, durch Zeugen oder das Schwerd?“
„Ich traf — verfolgte Herrmann ſeine Rede vor dem Gericht — den Ritter Bertram von Ursach an, als er die Grafin Emma von Schwarzenſtein gewaltſam rauben wollte. Er fiel unter meines Schwerdes Streichen, und endete reumuͤthig, indem ſein letztes Wort noch ſeinen Bruder Bodo wegen dieſes Raubes an⸗ klagte; davon iſt der gegenwärtige Ritter bon Geyersberg Zeuge.“


