Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Frechheit nicht irren, und ſprach nun in dieſer Sache folgendes ſehr gerechte Urtheil:

„Der Beutel wird dem Kaufmann wie⸗ der, da es nun am Tage liegt, daß er ſein Ei⸗ genthum und der Herberger ein Betrüger iſt. Den Neſer ſoll derſelbe ebenfalls haben, damit er ſich bei dem Anblicke deſſelben jedesmal des weiſen Spruchs erinnern: Traue, ſchaue, wem, unter Tanſend kaum Einem⸗ Der ſpitzbuͤbiſche Herberger aber werde an den Galgen gehängt, wie er es ſelbſt gewuͤnſcht hat, — ſein mit einverſtandnes Weib ſoll jedoch, weil ſie den Beutel ſogleich herausgegeben hat, nur geſtäupt werden, und dann ihre noch übrige Lebenszeit bei den grauen Buͤßerinnen Buße thun im Sack und in der Aſche.“

Rabe fiel jetzt dem Kaiſer zu Füßen und bat um Gnade. Allein es blieb bei dem gefällten Urtheil. Er wurde dem Stadtgerichtsvoigt üͤbergeben, die⸗ ſer aber ließ das Urtheil des Kaiſers vollziehen, und den Herrn Viertelsmeiſter Rabe an den henken.