Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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fecht ſchwer verwundet, und noch durch die erlit⸗ tene Folter gelähmt, wurde auf einer Kuhhaut dahin geſchleift, — zeigten die Buͤrger ihren Söhnen dieſes Beiſpiel zur abſchreckenden War⸗ nung; alle aber beteten andächtiglich fuͤr die See⸗ len dieſer unbußfertigen Sünder, welche ſelbſt in den letzten Stunden noch Gott läſterten, und den Troſt der Religion verſchmäheten.

Es hatte aber auch der Kaiſer Rudolph auf dieſem Reichstage noch eine Gelegenheit, ſeine Weisheit und den von Gott empfangenen hohen Richterberuf auf das glaͤnzendſte zu zeigen, und zu beſtaͤtigen das große Wort, das er einſt öffentlich in voller Reichsverſammlung auf dem Throne ſprach: „Ich bin Kaiſer geworden, um zu ſehen und zu hören, zu richten und das Recht zu ſprechen, auch zu helfen den Unterdruͤckten; nicht aber, mich von meinem Hofgeſinde aus einer Stadt in die andere führen zu laſſen.“

Der Kaiſer ſaß an einem Nachmittage mit der Kaiſerin, dem Markgrafen Otto von Brandenburg, dem ihm ſo lieb gewor⸗ denen Pfulzgrafen Friedrich (mit der ge⸗ biſſenen Wange) und dem Burggraſen von