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mit ſeinen Thränen. Selbſt der Landgraf trauerte ſehr um den edlen Gefallenen, denn er hatte ihn kennen und lieben gelernt. Herr⸗ mann von Mila und Ludwig von Blan⸗ kenhayn, Ruprechts innigſte Freunde,
opferten gleichfalls an dieſem Tage ihr Leben
dem Vaterlande, und wurden mit ihrem Waf⸗
fenbruder in ein und daſſelbe Grab gelegt.
Den Altar, an welchem man am Morgen der Schlacht das Abendmahl genoſſen, und ſich
durch einen Eid verbunden hatte, zu ſiegen oder
zu ſterben, umkreiſete jetzt der Sieger jauch⸗ zende Schaar. In der Mitte ſeiner Brüder ſtand der Probſt mit hocherhobenen Händen und ſtimmte an den Hochgeſang: Te Deum Laudamus, zum Danke gegen Gott, der
dem Landesfurſten den Sieg verliehen, und das Vaterland gerettet hatte aus den Haͤnden der
grauſamen Feinde. Die Fürſten, Ritter und
alles Volk fiel ein, und der gewaltige Chor
erfuͤllte die Luft. — Nun feierte man das Seelenamt fuͤr die ſo ehrenvoll Gefallenen im Kampfe fuͤr das Vaterland. Geruͤhrt uͤber⸗ blickten die Kämpfer den Kreis, und mancher ihnen theuere und werthe Kämpfer fehlte. Es


