Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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waffnet, doch ohne Harniſch, in die Schranken „ ein. Sie ſenkten ihre Lanzen vor dem Konige und der Koͤnigin, und die Majeſtäten dankten dieſem Gruße ſehr huldvoll. Die landeseingebor⸗ nen Ritter murreten uͤber das Ungewöhnliche dieſer Erſcheinung. Da rief der Kampfrichter von ſeinem Sitze herab: „Es geſchieht mit des Koͤnigs Vergüͤnſtigung!“ — und ward Alles ſtill.

Verſchiedene wilde Stiere waren bereits der Landesſitte bekampft und erlegt worden⸗ Da ſchickte man ſich an, einen neuen, ſehr wil⸗ den Stier loszulaſſen. Herrmann ſenkte die Lanze vor dem Könige, und ſprengte an das andere Ende des Kampfplatzes.

Die Fallthür des Stalles öffnete ſich, und ein fuͤrchterliches Thier ſtürzte heraus. Es rannte in die Mitte des Platzes, und wühlte mit den Hoͤrnern im Sande, ſeinen Gegner herausfordernd. Herrmann ſprengte dem Wuͤ⸗ thenden entgegen. Kaum hatte er die Hälfte des Weges zurückgelegt, da warf der wilde Stier den Kopf in die Hoͤhe, ſah ſeinen Be⸗ kämpfer, und rannte nun wie raſend auf ihn los. Der Ritter legte die Lanze ein⸗ S 5