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Schon fruͤh legten die beiden Prinzen, die nur wenige Jahre im Alter von einan⸗ der geſchieden waren, einen Eigenſinn und eine Stoͤrrigkeit an den Tag, welche die, mit
iner erſten Erziehung faſt ausſchließlich be⸗
3 ſchaftigte, zartliche Mutter mit bangen Sor⸗ gen fuͤr die Zukunft erfuͤllte. Zwar gab ſie ſich unendliche Mähe, nie ſolche rohe Aus⸗ wuͤchſe aus den Gemuͤthern der Kinder zu vertilgen, und ihnen dafuͤr jene Sanftmuth einzufloͤßen, die ihren eigenen Charakter ſo liebenswuͤrdig machte. Aber nur bei dem Juͤngern gelang es ihr ihn folgſam und willig zu bilden; an Lothar ſcheiterten alle ihre Sorgen und Muͤhen; er blieb wild und roh und ſtörriſch. Dem Fürſten erging es eben ſo, als er in ſpätern Jahren ſelbſt ein Auge auf die Erziehung und Ausbildung ſei⸗ ner Kinder warf. Er ſchlug alle erdenkliche Wege ein, einen Charakterfehler zu unterdruk⸗ ken, gegen den er um ſo mehr aufgebracht


