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Studenten ſangen das Stabat mater zu Ende. Das Volk folgte in ſtiller Andacht, Manche auch mit augen⸗ ſcheinlicher Neugierde auf irgend ein Ereigniß. Aber drohende Mienen ſah der Lieutenant von Marnitz nicht mehr. Es wollte ihm faſt unheimlich werden. Die Leute waren unzweifelhaft im Einverſtändniß mit den Mönchen geweſen; waren ſie jetzt ſo ruhig und ſicher, ſo mußte nothwendig etwas vorgefallen ſein, was wei⸗ tere Schritte des Militärs vereitelte.
Da gewahrte er eine auffallende Bewegung des erſten Kreuzträgers. Der Herr Jeſus wurde unter ſeinem Kreuze unruhig, wandte den Kopf zur Seite nach den Dragonern, und man hätte darauf ſchwören mögen, daß er mit ſcheuen, ängſtlichen Blicken ſeit⸗ wärts ſchaue, und daß unter dem herunterfließenden Blute auf der Maske ihm der Schweiß von der Stirne rieſele.
„Er iſt es doch“ ſagte ſich der Offizier.
Der Zug hatte die Ecke der Straße erreicht.
Halt! wollte der Lieutenant von Marnitz com⸗ mandiren.
Er konnte es ſich erſparen.
An einem Hauſe war dort ein kleiner Altar auf⸗ gebaut, den der Offizier vorher nicht geſehen hatte. 3
Dies war die erſte Station der Charfreitagspro⸗


