Teil eines Werkes 
4. Band (1869)
Entstehung
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einer halben Stunde beginnt unſere Proceſſion, die Leidenszeit des Herrn. Dann werde ich mit ihm allein ſein, hier, wo — gehen Sie, gehen Sie, Pater Vitalis.“

Er war aufgeregt, der alte, fromme, hohe Greis, und doch war ſein ganzes Weſen wie von einer er⸗ habenen Feierlichkeit durchdrungen, gehoben.

Der Pater Vitalis ging.

Er hatte nur wenige Schritte bis zu dem Gaſthofe des Herrn Chriſtoph Vogelſang, in welchem der Jo⸗ hanniterritter wohnte.

Der kurze Weg drohte dennoch ihm ein langer zu werden.

Das Franciscanerkloſter war von Tauſenden von Menſchen umwogt. Alle Straßen, alle Plätze, ſoweit das Auge reichte, ſtanden gedrängt voll, Schulter an Schulter, Kopf an Kopf. Alle wollten Theil an der Proceſſion nehmen, die in einer halben Stunde begin⸗ nen ſollte, wollten, wenn mit der Schuljugend, mit den Mönchen der Herr Jeſus, das Kreuz auf der Schulter, gefolgt von Simon von Cyrene, aus der Kloſterkirche hervortrete, ſich anſchließen, den Leidenszug zu einem faſt endloſen machen.

Durch das Gedränge ſollte der Pater ſich Bahn brechen. Die ſein Habit ſahen, wichen wohl ehrfurchts⸗

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