Die Geiſtlichkeit hatte auch zu feſtlichem Geläute die Glocken hergeben ſollen. Sie hatte ſie aber ver⸗ weigert, weil ſie nicht die Hand dazu bieten wolle, daß Bürger und Bauern gegen eine ſolche Entweihung des ſtillen Tags ihr Blut einſetzen würden.
Um neun Uhr des Morgens ſodann hatte ſich der Geheimrath aus Berlin, als Beſitznahme⸗Commiſſarius, zu dem Amthauſe begeben, um den Act der Beſitz⸗ nahme zu vollziehen. Das ganze Bataillon mit Trom⸗ meln und Pfeifen folgte ihm.
Auf dem Amthauſe waren die Behörden des Amts und der Stadt verſammelt.
Der Geheimrath nahm ihnen in dem großen Amts⸗ ſaale den Eid der Treue und des Gehorſams gegen den neuen Landesherrn ab, trat dann, von ihnen ge⸗ folgt, auf die Freitreppe des Gebäudes und verlas mit lauter Stimme das Manifeſt über die Beſitznahme.
Die Truppen auf dem Platze präſentirten das Gewehr.
Ueber der Thür des Amthauſes wurde darauf der preußiſche Adler angeſchlagen.
Ein politiſcher Schuſter ſagte:
„Bei uns ruft der Kukuk nicht lange!“
Er wurde nicht arretirt, denn er hatte nicht laut gerufen.
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