Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Gott ſtehe mir bei!“ ſagte Leonidas Stapelmann, dem auch die Stimme anfing zu zittern — den Joa⸗ chim hatte er ſchon vorher ruhig über ſich ergehen laſſen — „Gott ſtehe mir und Dir bei, alter Mann; kannſt Du wirklich nicht anders? Es iſt ſchlimmer als drei⸗ mal Spießruthen laufen.“

„Ich weiß es, Joachim, aber ich kann bei Gott im Himmel nicht anders.“

„So behüte Dich Gott, Peter Knauſt.“

„Lebe wohl, Joachim Stapelmann! Leben auch Sie wohl, gnädiger Herr!“

Der Gefangene gab gerührt dem alten Schließer die Hand. Sprechen konnte er nicht.

Leonidas Stapelmann hatte noch drei Worte:

„Ich habe Deine Jacke, Alter!“

„Ich weiß es.“

„Kommen Sie, Gefangener!“ ſagte Leonidas Stapel⸗ mann zu dem Gefangenen.

Sie verließen das dunkle Gefangenhaus.

Hinter ſich hörten ſie den alten Mann laut ſchluchzen.

Sie durchſchritten den dunklen Feſtungsplatz, auf dem keine einzige Lampe brannte. Sie gelangten in den überwölbten Thorweg, von deſſen Ende her der trübe Schein einer vielleicht nur halb brennenden alten Hellampe ihnen entgegenleuchtete.