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„Ich weiß es nicht. Ich weiß nur von ihrer Liebe zu mir, von ihrer ſtillen Freundlichkeit gegen alle Menſchen.“
Der Ritter hatte eine andere Frage.
„Sie ſprachen die würdige Mutter in dem Nonnen⸗ kloſter?“
„Ich war lange bei ihr.“
„Wie fanden Sie ſie?“
„Sie war gefaßt, wie ihr hohes Herz es ſein mußte. Sie hatte unmittelbar vorher die Nachricht von der Aufhebung des Kloſters erhalten. Sie hat in der Welt Niemand, bei dem ſie eine Zuflucht ſuchen könnte. Nur einen Augenblick warf es ſie nieder; nicht das Unglück, nur die Ueberraſchung. Dann war ſie er⸗ haben in ihrer Ergebung in den Willen Gottes.“
„Und in ihrem Vertrauen zu Gott!“ ſagte der Ritter. „Und“, fuhr er fort, „ihr Vertrauen wird ſie nicht täuſchen.“
Eochen ſah ihn fragend an.
Er fragte ſie. Er hatte etwas auf dem Herzen und es betraf ſie.
„Mein liebes Kind, auch Sie vertrauen auf Gott?“
„Gewiß“, ſagte das Kind.
„Und Sie fühlen ſich glücklich in dieſem Ver⸗
trauen?“ Temme, Die Erbgrafen. II. 3


