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Die Sonne war untergegangen; in der Schlucht war es dunkel geworden; in der Ebene begann es zu dunkeln. Nur in den Kronen der Bäume oben auf dem Berge war noch das Abendlicht.
Die Dame am Fenſter ſchien in tiefem Nach⸗ denken in die weite Ebene hineinzuſchauen.
Die Wirthstochter war noch mit ihrer Arbeit in dem zweiten Zimmer beſchäftigt. Sie hatte durch die offene Thür das geheimnißvolle einverſtändliche Winken der beiden Herren geſehen. Es war ihr auf⸗ gefallen. Noch mehr wurde ihre Neugierde geweckt durch das Geſpräch, das ſich nach der Entfernung des größeren Herrn zwiſchen dem kleineren und der Dame entſpann.
„Sie ſind ſo nachdenklich!“ ſagte der kleine Herr zu der Dame.
„Ich habe wohl urſache,“ war die Antwort.
„Sie machen ſich gewiß unnöthige Sorgen.“
„Wolle Gott es!“
„Meine beſten Wünſche begleiten Sie,“ fuhr der kleine Herr darauf fort. „Sie ſind mir auf dieſer Reiſe eine ſo liebe Freundin geworden.“
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