Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Ihr mir ehrlich in die Augen ſehen. Wie iſt es jetzt?“

Er konnte die Augen wieder nicht erheben. Der Schweiß lief ihm wieder von der Stirne.

„Darf ich mich ſetzen, Herr?“ bat der alte Mann.

„Aber fragen Sie mich nicht mehr.“

„Setzt Euch. Ruht Euch aus. Uih denkt unter⸗ deß darüber nach, warum ich Euch frage ud Euch fragen muß. Ein Anderer iſt wegen jenes Morbs verurtheilt. Wenn er unſchuldig verurtheilt iſt, und Ihr wißt es und verſchweigt es, wen klagt er vor dem ewigen Richter, vor dem ewigen Richterſtuhle Gottes an? Ueberlegt Euch das.“

Er hatte ſich geſetzt. Aber er mußte wieder auf⸗ ſpringen. Er kämpfte mit ſich und konnte keinen Entſchluß faſſen. Zuletzt hatte er ſich doch ent⸗ ſchieden. Er trat vor mich mit bleichem, aber heite⸗

rem Geſichte.

„Herr, fragen Sie mich nicht mehr. Sie erfahren kein Wort mehr von mir. Ich will es mit Gott abmachen. Mag kommen, was will.“

Er hatte ſeinen felſenfeſten Entſchluß ausge⸗ ſprochen, man ſah es ihm an. Und es war etwas