Das Fräulein hatte etwas auf dem Herzen. Sie überlegte, ſie kämpfte eine Weile mit ſich. Dann ſprach ſie muthig:
„Mein Herr, würden Sie mich heute Nacht be⸗ ſchützen?“
„Würden Sie hier meines Schutzes bedürfen?“
„Es wäre möglich — Es iſt wahrſcheinlich.“
„So ſind Sie deſſen gewiß.“
„Sie haben Muth, mein Herr. Sind Sie auch
verſchwiegen?“
„Junger Herr, Sie ſtellen eigenthümliche Fragen an mich.“
„Wenn Sie mich heute Nacht beſchützen wollen, ſo würde ich noch mehr auf Ihre Verſchwiegenheit, als auf Ihren Muth rechnen dürfen.“
„Sie ſind auch meiner Verſchwiegenheit gewiß.“
„Sie werden Geheimniſſe erfahren, die für Sie von Wichtigkeit ſind.“ .
„Ich werde ſie für immer in meiner Bruſt ver⸗ ſchließen.“
„Eins muß ich Ihnen ſchon jetzt mittheilen: Ich bin kein Knabe.“
„Ach .


