Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
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Die Blicke des Knaben ruhten in tiefem Sinnen auf den Mauern der Kloſtergebäude.

Die des jungen Mannes ſchweiften forſchend über die Mauern und Dächer hinaus; dort war die Lan⸗ desgrenze, wie der Förſter geſagt hatte; aber erſt in einer Entfernung von zwei Meilen. In dem Zwiſchen⸗ raume war meiſt offenes Feld; einzelne kleine Holz⸗ ungen lagen dazwiſchen; in weiterer Ferne ein paar Dörfer. Für einen Verfolgten war die Gegend keine günſtige.

Der junge Mann dachte wohl darüber nach.

Der Knabe unterbrach ſeine Betrachtungen.

„Sie wollten mich vorhin vertheidigen, mein Herr!“

„Sie hatten ſich unter meinen Schutz begeben.“

„Und Sie waren ſelbſt des Schutzes bedürftig!“

„Um ſo mehr wußte ich, was ein Schutz werth iſt.“

„Sie hätten mich mit Ihrem Leben vertheidigt?“

„Wenn es nöthig geweſen wäre.“

„Aber Sie kennen mich nicht!“

„Sie hatten ſich mir anvertraut, ohne mich zu kennen.“