Teil eines Werkes 
3. Band (1873)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19 ₰

2

welchem Wege Sie ſind, aber ſo allein ſind Sie keinesfalls auf einem Wege, auf dem Sie ſein ſollten.“

Der Knabe war roth geworden.

„Ich bin ja nicht allein!“ erwiderte er nur. Aber er ſagte es nicht mit ſeiner Keckheit. Ja, ja!“ ſagte der Förſter bedenklich.

„Und,“ fuhr der Knabe fort — er war wieder muthiger geworden — „und ich habe kein Amt und Brod zu verlieren, braver Förſter.“

„So, ſo! Das iſt etwas Anderes. Dann gehen Sie mit Gott, alle Beide! — Komm, mein Hund!“

Der Förſter wollte gehen.)

Der junge Mann nahm ſeine Hand; er drückte ſie.

„Haben Sie Dank,“ ſagte er, „Sie retten mir vielleicht das Leben.“

„Gott gebe es!“ rief der Förſter. „Lange kann doch dieſe Fremdenwirthſchaft in unſerm ſchönen deut⸗ ſchen Lande nicht mehr dauern. Sie ſind jetzt da hinten in Rußland, und eine Stimme in mir ſagt mir, daß es da mit ihnen zu Ende gehen wird. Aber es wird nur der Anfang vom Ende ſein, und

es wird noch manches Deutſchen Arme bedürfen, der 2*

—————