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Die Geschichte von Samuel Titmarsh und dem großen Hoggarty'schen Diamant : drei Bändchen / von W. M. Thackeray
Entstehung
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Herr Brough ſprach ſtets in dieſem nachdrucksvollen Tone — wenn er fände, daß ſeine Kinder von den heilſamen Geſetzen der Sittlichkeit, der Religion und des Anflandes abweichen, ſei es Groß oder Klein, von dem erſten Ge⸗ hülfen mit jährlichen 600 Pfunden an bis auf den Knecht herab, der die Treppen zu fegen habe, — wenn er nur den mindeſten Schatten von Leichtſinn, Verſchwendung oder Ausſchweifung wahrnähme: ſo würde er ihn verſto⸗ ßen, und wenn es ſein eigener Sohn wäre, würde er ihn verſtoßen.

Während Herr Brough ſo ſprach, gingen ihm die Augen über, und wir, die wir nicht wußten, was noch kommen würde, ſahen einander an und wurden ſo blaß wie die Wand, Alle bis auf Swinney, welcher zwölfter Gehülfe war, und ein Geſicht machte, als ob er leiſe vor

fich hin pfeife. Als Herr Brough die Thränen getrocknet

und ſich wieder geſammelt hatte, kehrte er ſich im Kreiſe herum, und oh! wie pochte mir das Herz, als ſein Blick mich gerade traf. Doch wie leicht ward mir's wieder, als er mit einer Donnerſtimme rief:

„Herr Robert Swinney!“

„Was beliebt?“ ſagte dieſer ſo kaltblütig als mög⸗ lich, und Etliche von uns Burſchen fingen an zu zittern.

„Herr Swinney!“ ſchrie Brough, noch wilder als zuvor; „als Sie in dieſes Haus kamen — in dieſe Fa⸗ milie, darf ich wohl ſagen, und bin ſtolz darauf — tra⸗ fen Sie drei und zwanzig junge Leute an, ſo geordnet und gottesfürchtig, wie ſie ſich ſelten in einem Comptoir zu⸗ ſammen finden, oder die Geſchäfte eines ſo ungeheuren Capitalvermögens zu beſorgen haben, von deſſen Sicherheit und guter Verwaltung das Schickſal des ganzen Reichs abhängt. Zucht und Ordnung, Ernſthaftigkeit und Wohl⸗

anſtändigkeit herrſchten, als Sie kamen; keine profanen

Lieder ertönten an dieſem den Geſchäften geweihten Orte; keine erbärmlichen Verleumdungen flüſterte man ſich in die Ohren zum Nachtheil der Vorſteher dieſer Anſtalt —

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