Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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volle Unruhe zu zugeln; ich beſchloß ſo ſchleunig als moͤglich nach Schweden zuruͤckzueilen, und ſchon war der Reiſewagen bepackt und die Pferde beſtellt, als ich einen Brief von meinem Oheim erhielt: Yaminta ſei todt!

Ich ſchweige von meiner Trauer ob ihres Ver⸗ luſtes. Die ſchoͤnſte Hoffnung meines Lebens, die erſte fromme, heilige Liebe des Juͤnglingsherzens war mit ihr in die Gruft verſenkt! That und Pflicht mußten der Gehalt meines Lebens bleiben, doch Gluͤck und Liebe waren mir erbleicht fur immer.

Nach einem halben Jahre riefen mich die Briefe meines Oheims, der mir zugleich Vormund war, nach Schweden zuruͤck; ſie waren ſeit dem Tode ſeiner Tochter finſter, ſchwermuͤthig und voll Ahnun⸗ gen, daß auch er nicht mehr lange leben werde, und nur zu bald wurden dieſe erfuͤllt; ich fand ihn nicht mehr unter den Lebenden. In ſeinem Teſtament hatte er mich zum einzigen Erben ſeines großen Vermogens ernannt. 06 6

Es gab fuͤr mich auf Erden eine heilige Stelle der wehmuthsvollſten Weihe, nach der mein Herz ſich oft unausſprechlich geſehnt hatte: Yaminta's Grab! Doch vergeblich ſuchte ich es unter den Graͤbern