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ſo innig liebte, daß ihr Schickſal das ſeinige gewor⸗ den war. Vielleicht hätte ihn die Gewißheit ihres Gluͤckes mit ihrem Verluſt verſöhnt; vielleicht haͤtte er die unbeſiegbare Qual des eigenen Herzens mu⸗ thig zu dulden vermocht, allein ihr Gram, ihre Verzweifelung wurden ihm zu maͤchtig, und ſein Le⸗ ben wurde der Kaufpreis der Verlaugnung, die er uͤbte, um ihr Troͤſter ſein zu koͤnnen.
Erſt als ſie erfuhr, daß er krank und dem Tode nahe ſei, erkannte ſie, daß er als das Opfer ſeiner Liebe fuͤr ſie falle. Sie eilte zu ihm, ſie bot ihm ihre Hand an, ſie beſchwor ihn, fuͤr ſie zu leben; allein nur auf ſeine Sterbeſtunde fiel dieſer Strahl der Anerkennung und Wuͤrdigung ſeiner Liebe. Und wohl ihm, daß es ihm vergoͤnnt ward, im Vollge⸗ fuͤhl der eigenen Liebe hinweg zu ſcheiden aus dem Lande der Vergaͤnglichkeit. Der Traum der Liebe, den wir auf der Erde träumen, iſt doch nur die hie⸗ nieden unerfullbare Ahnung einer Seligkeit, die uns erſt jenſeits zu Theil werden kann. Welches Gluͤck darf denn das Herz von ſeiner tieſſten, heiligſten Empfindung hoffen, da dieſe durch nichts vor dem
Schickſal geſchuͤtzt werden kann, durch Zufall und
Beſitz entwuͤrdigt, durch die Zeit abgemattet zu wer⸗


