Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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Ich bin unruhig, bewegt, verſtimmt, und weiß

doch ſelbſt eigentlich nicht, warum mir das Herz ſo

ſchwer iſt. Dieſe Menſchen thun mir mit ihren

ſpöttiſchen Blicken und bittern Bemerkungen ſo weh!

Muß meine Schutzloſigkeit mich dem ausſetzen? Wie hart muß man ſein, um ein Weſen, das uns nie kraͤnkte, ſo rauh zu verletzen, wie ich mich ver⸗ lett fuhle, auf die bis jetzt nur Blicke des Wohl⸗ wollens und der Liebe, nie das Auge der Bosheit und des Neides fielen!

Ehrenfels war ſchon ſeit einigen Tagen in Kiel und hatte beſtimmt, daß Ulrike und ich ihm am Sonntag nachkommen und den Montag zum Ball dort bleiben ſollten. Walden hatte ſich erboten, ſo lange bei uns zu Hauße zu bleiben und uns auf dieſer Reiſe zu begleiten. Am Sonnabend erhielten wir aber von Ehrenfels einen Boten mit der Nach⸗ richt, das Eis ſei ſchon ſo duͤnn, die Ueberfahrt ſo gefaͤhrlich, daß er uns bitten muͤſſe, zu Hauſe zu bleiben. Walden, der doch wegen ſeiner Geſchaͤfte durchaus hin mußte, blieb nun, trotz der ſtuͤndlich wachſenden Schwierigkeit der Ueberfahrt, den Sonn⸗ tag noch bei uns und ſchlug uns vor, Eliſen zu