— 263 —
„Halt ein,“ ſchrie ſie, „halt ein, Dein Fluch hat mih ja ſchon erfaßt!“ — aber er hoͤrte ſi⸗ nicht mehr.
Schrecklich war ſein letztes Roͤcheln, noch ſchrecklicher der Augenblick, wo man ſie mit Gewalt von ſeiner Leiche riß. Mit der Kraft der Ver⸗ zweiflung, mit der Hoͤllenpein eines durch die gräß⸗ lichſte Seelenfolter zerriſſenen Daſeins ſtuͤrmte ſie gegen die Pforten der Geiſterwelt an und verſuchte die Scheidewand zwiſchen ihr und uns niederzureißen.
Doch vergeblich forderte ſie Verſoͤhnung von dem in Fluch gegen ſie Geſtorbenen, den ſie ſo gluͤhend geliebt hatte.
Er war todt, und die Gräßlichkeit ſeiner To⸗ desſtunde rief bald alle Schrecken des Wahnſinnes auf ſie herab.
Nicht wie ein ſanfter Traum ſpielte er mit milden Taͤuſchungen um ſie; er umheulte ſie mit dem Furienlaut der Verzweiflung, mit dem Todes⸗ gerochel des Fluches und des Entſetzens.


