Teil eines Werkes 
3. Band (1830)
Entstehung
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In dem halbgeoffneten Nebenzimmer ſangen zarte

Kinderſtimmen leiſe: Und er hat uns gegeben die köſtlichſte Gabe, Seinen ſtarken Erretter, den Tod, den freudigen Helben, Welcher zertruͤmmert jegliche Feſſel der Erde, Und auftraͤgt die ſchwachen Muͤhebeladnen Bu der ewigen Freiheit Sonnenglanz Und zu des unendlichen Vaters Hochheiligem Angeſicht!

Siehe, da offnete ſich leiſe die Thuͤr Natalie konnte das muͤde Haupt nicht mehr erheben, aber ihr brechendes Auge erkannte noch die theure Geſtalt ſieh, ſagte ſie zu Charlotte leiſe,ſieh den Todesengel, freundlich erſcheint er mir in der theuerſten Geſtalt, o tritt nur naͤher, und beruͤhre das Herz, das Dich liebt.

Erſchuͤttert trat Valuda näher. Er hatte die Ver⸗ gunſtigung erhalten, ſein Vaterland wieder zu betreten, und kam, die treue Freundin zu ſehen; das Schickſal fuͤhrte ihn herbei, um Nataliens letzten, innigſten Erden⸗ wunſch zu erfuͤllen.

Sie ſtarb in ſeinen Armen. Friede ſei mit ihre Andenken!

An ihrem Grabe gewann Valuda die Gewißheit einer unvergaͤnglichen Liebe und einer himmliſchen Treue, die ihm das ſchwache Menſchenherz und das kleine Leben veredeln, und mit denen er jetzt freudiger und ſicherer denn je durch die Raͤthſel einer finſtern Zeit geht.