Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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ſeit Jahren geſehen habe, und die mich auch fuͤr den Eindruck und das Feſthalten einer Erſcheinung empfaͤnglich macht, die mich in ihrem wunderbaren Zauber ſeit einigen Wochen beſchäftigt. Ein Land⸗ mädchen, mein Freund, aufgewachſen in tiefer Ein⸗ ſamkeit, ohne alle großſtädtiſche Bildung, und doch Allem fremd, was man ſich als ungebildete Einfalt denkt, hat einen Eindruck auf mein Herz gemacht, den, ſeit meiner Trennung von ihr, der Anblick ſo vieler andern huͤbſchen Frauen und Mädchen nicht zu ſchwächen vermag. Kaum bin ich allein, ſo ſteht ſie auch wieder vor mir in dieſem, nur ihr eigenen Reiz, deſſen Zauber ihre makelloſe Schoͤnheit nicht ganz zu erklären vermag. Ich habe vielleicht noch nie ein ſo ſchönes Frauenzimmer geſehen; aber ich fuͤhle, daß Manche mir eben ſo ſchoͤn hätte erſchei⸗ nen konnen, ohne mein Gemuͤth, wie ſie, in ſeiner geheimſten Tiefe zu ergreifen.

Eine Abtheilung unſerer Flotte landete bei P., die andere, auf der ich mich befand, bei M. Man hatte uns die beſten Quartiere, die auf dieſer nur von Bauern bewohnten Inſel zu haben waren, an⸗ gewieſen. Abgeordnete der Ritterſchaft empfingen uns, und luden mich und die andern zum Haupt⸗