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Wer ſeine Schickſale naͤher kannte, ver⸗ dammte ſeine Thaten, nicht ſein Hetz.
Vor Allen war es ein Herz, das mit⸗
leidsvoll fuͤr ihn ſchlug.
Es war das Herz der ſchoͤnen Magyarin. Sie betete fuͤr das Seelenheil des Mannes, den ſie nie wiedererblicken konnte, nie wiederſe⸗ hen durfte.
Eben ſaß ſie eines Morgens in dem neu aufgebauten Waldſchloß, da trat der Vater, der
eben aus der Reſidenz zuruͤckkam, ernſt und
feierlich in ihr Gemach.
„Tochter,“ ſpricht er, „ich kenne Deine „ſtillen Thraͤnen, Deinen ſtummen Schmetz.
„Der Mann, dem ſie fließen, dem D Du, ohne „ſein dunkles Schickſal zu kennen, wohl woll
„teſt, iſt entweder, wie ich ſelbſt glaube, nicht „mehr, oder er lebt in einem neuen Leben
„in weiter Ferne.“


