— 166 — Schnell ward er gefeſſelt, entkleidet und be⸗ raubt. Die Waaren, die ſeine Roſſe trugen, wurden abgepackt, ihm aber weirer nichts Boͤ⸗ ſes angethan. Nach einigen Minuten ließ man ihn wieder frei, und füͤhrte ihn in die Mitte der Räuber, wo ſich der Hauptmann befand.
„Jetzt ſiehſt Du,“ ſprach dieſer, „den „gefuͤrchteten Haͤuptling. Ich kenne Dich, denn „der Ruf ging Dir voran, Du biſt ein Be⸗ „truͤger d Wucherer; Thränen der Wittwen „und Waiſen laſten auf Deinem Mammon. „Falſch iſt Dein Goldgewicht, wie Dein Herz⸗ „An dem Shawl, den Du um den Leib trugſt, „koͤnnte ich Dich ſofort aufhaͤngen laſſen, aber „geh' und beſſere Dich! Hier ſind hundert „Ducaten! nimm ſie, ein Theil Deiner Waa⸗ „ren wird Dir zurckgegeben werden. Auch „ferner werde ich auf Dich ein wachſames Auge „haben, denn wiſſe, weit reicht meine Hand. „Verſuchſt Du es, uns zu verrathen, ſo biſt u verloren. Geh' und verkuͤnde in der vei⸗


