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fungen würden ihre Liebe nur vermehren, ohne Ihnen irgend eine Hoffnung zu geben. Nein, nein Sie ſind zu edel, um Böſes „mit Böſem zu vergelten.“
„Ah! ich habe ſo viel gelitten, Madame.“
„Auch ich, mein Herr, habe gelitten . . Viel⸗ leicht erwarten mich noch größere Schmerzen „ und doch wollte ich lieber ſterben, als die Liebe Michels und Florence's zu ſtören, wenn ich ihres Glückes gewiß wäre.“
„Aber weßhalb folgten Sie ihm dieſe Nacht, Ma⸗ dame, ſtatt ſich ihm offen zu nähern?“
„Weil ich, ehe ich mich ihm näherte, zuerſt in das Geheimniß ſeines Lebens dringen wollte .. Wenn dieſe Nachforſchung mich zu dem Reſultate gebracht hatte, daß er und Florence ſich lieben, ſo würden Sie nie mehr von mir haben ſprechen hören Wenn ich aber den Beweis bekommen, daß Michel meinem Andenken tren geblieben, oder wenigſtens, daß ihn kein Band feßle „ ſo hätte ich ihm den Vorſchlag zu einer Verbindung gemacht, die vielleicht die Ruhe ſeines Lebens begründen könnte 4
„Ich bin weniger reſignirt, Madame.“
„Was war denn Ihre Abſicht, als Sie Florence folgten?“
„Sie auf dem Vergehen zu ertappen, denn die
Art und Weiſe, wie ſie lebt, ſchien mir verdächtig und
bewaffnet mit dieſem Geheimniß „
„Ah! mein Herr „ immer die Einſchüchterung, immer Gewalt!. Sie ſehen doch, zu was es ge⸗ führt hat! . . .
„und meine Bitten „ und meine Thränen, und meine Verzweiflung, über die ſie lachte, wozu haben dieſe mir gedient, Madame?“
„Zu nichts, allerdings . aber glauben Sie mir, was vergeblich war, wird es auch noch ſein Flo⸗ rence hat Ihnen Beweiſe ihrer Charakterfeſtigkeit ge⸗
geben „glauben Sie, daß ſie ſich geändert? ..


