Die folgende Scene ereignet ſich in einem der Salons des Reſtaurant zur Maiſon⸗Dorée. Die Tafel iſt herrlich ſervirt. Die Gäſte des Souper ſind Emilie Lambert, Helene und vier andere Loretten von Rufe, in Begleitung ihrer Unterhal⸗ ter, an der Börſe reich gewordener Lebemänner, wie die Herren Ducantal, Malicorne, Desmazures; der Doctor Max hat allein ſeine beobachtende Kaltblü⸗ tigkeit unter dieſem Mahle bewahrt, das zur Orgie ausartet; die Weindünſte, das treffliche Eſſen, die Belebtheit des Schmauſes, die heiteren oder obſcönen Scherze haben alle Köpfe eraltirt. Herr Ducantal hat in ſeinem Glaſe den Aerger erſäuft, den ihm Anfangs der Anblick des Doctors Max verurſacht hatte; die Mäßigſten von den Gäſten ſind halb trun⸗ ken; die Frauen ſind in glänzenden Toiletten; das Liſchtuch iſt mit Blumen von ihren ungeheuren Sträußen beſtreut; das Souper geht ſeinem Ende zu, und dennoch ſieht man auf einem nahen Tiſche eine beträchtliche Anzahl noch voller Flaſchen Cham⸗ pagner aufgeſtellt.
Ein Lebemann, aufſtehend, mit dem Glaſe in der Hand.
Ich trinke auf Lucullus Malicorne, unſern Am⸗ phitryon!
Mehrere Stimmen. Ja, ja, auf Lucullus Malicorne! Desmazures. Ich trinke auf Malicorne, doch nicht auf Lucul⸗ lus. Ich proteſtire gegen Lucullus!


