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In meiner erſten Ueberraſchung hatte ich noch nicht bedacht, wie gütig die Vorſehung zu meinem Schutze herbeigeeilt ſei.
Als ich ruhiger war, dankte ich Gott für dieſe Rettung kindlich.
. Ich nahm nur ſtummen Antheil an der folgenden Scene, die jedoch mit unauslöſchlichen Buchſtaben in meinem Gedächtniß aufgezeichnet iſt.
So lange ſie andauerte, waren die Züge des Herrn von Rochegune, der mehr Zeuge als handelnde Perſon dabei war, ſehr finſter und verſtört und hatten vielleicht einen noch drohendern und ſchreckhaftern Aus⸗ druck, als der aufgebrachte Herr von Mortagne.
So oft der feſte glühende Blick des Herrn von Rochegune auf Lugarto fiel, ſchien er Flammen zu ſprühen, mehrmals bemerkte ich an der nervöſen Zuckung ſeiner Hände, daß er großer Anſtrengung bedürfe, um ſeine ſcheinbare Ruhe zu erhalten. Und ſo oft ſich ſeine grauen durchdringenden Augen auf Lugarto hef⸗ teten, ſchien dieſer von einem ſchmerzhaften Zauber be⸗ ſtrickt zu werden. ..
Nachdem mir Herr von Mortagne die erſte Pflege gewidmet hatte, ſetzte er mich in einen Lehnſtuhl und ſagte: „Zetzt, armes Kind, ſollen Sie der Verurthei⸗ lung und BVeſtrafung dieſes Ungeheuers beiwohnen . Und er wandte ſich gegen Herrn Lugarto.
„Aber, mein Herr, was wollen Sie mir denn thun? Sie werden doch nicht von Ihrer Kraft Ge⸗ brauch machen wollen,“ rief dieſer, die Hände mit fle⸗
hender Miene ausſtreckend.
3 „Auf die Kniee vorerſt, auf die Kniee .. ſagte
err von Mortagne mit fürchterlicher Sttmme zu ihm, indem er mit ſeiner kräftigen Hand Lugarto am Kragen ſaßte und ihn etwas unſanft auf den Boden niederzu⸗
nieen zwang.
5 „Bas iſt aber eine Hinterliſt, ein widerrechtlicher
Eingriff in ..


