XII
Damals hatte der Amerikaner Fenimore Coo⸗ per angefangen, durch ſeine Romane „der letzte Mohikan“, „die Prairie“, „der Lootſe“, der „rothe Freibeuter“ u. ſ. f. mit Walter Scott in der Gunſt des Publikums zu wetteifern. Cooper er⸗ reichte ſeinen großen Vorgänger keineswegs, allein die Neuheit ſeiner Stoffe, die Jungfräulichkeit ſei⸗ ner Lokalitäten übte einen unwiderſtehlichen Ein⸗ druck auf die Leſewelt, welche der amerikaniſche
Gegenwärtig bewohnt Eugene Sue auf der Hoͤhe der Vorſtadt Sainte⸗Ponors, ein kleines, mit Blumen und Schlingpflanzen gefulltes Haus, mit einem ſchoͤnen, blu⸗ menreichen Garten und einem Quell. Eine lange, mit Werken der Skulptur und mit Pflanzen geſchmückte Ga⸗ lerie fuͤhrt von dem Hauſe zu einer unter einem kuͤnſtli⸗ chen Felſen verborgenen Pforte. Die Wohnung enthalt drei von den Schlingpflanzen etwas verduͤſterte Zimmer mit einem Moͤblement in rother Tapezierung mit golde⸗ nen Naͤgeln und in verſchiedenartigem Geſchmack. Längs der Wände erblickt man reiche Kunſtſchaͤtze von Statuet⸗ ten und Gemaͤlden unſerer erſten Kuͤnſtler, Delacroix, Gudin, Iſabey, Vernet, darunter auch eine Zeichnung von Frau von Lamartine mit Verſen von der Hand ihres beruͤhm⸗ ten Gemahls, ſodann eine Vaſe, die der Koͤnig Sue geſchenkt, und Pferde und Hunde, die er ſelbſt gemalt hat. Er iſt ein großer Thierfreund; im Vorzimmer ſte⸗ hen ausgeſtopft ein Wolf und ein Raubvogel, die er fruͤ⸗ her beſeſſen, im Garten ſpazieren Faſanen über die Raſen. Die ganze Behauſung verbindet ſtille Zuruͤckgezogenheit mit Geſchmack und Luxus und wird von einem alten treuen Diener, der ſeinen Herrn ſeit fuͤnfzehn Jahren nicht verlaſſen, in Ordnung gehalten.
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