Teil eines Werkes 
9. Band (1847)
Entstehung
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Das ungluͤckliche Weib ſtirbt .. und meine Verblen⸗ dung, meine Feigheit iſt es, die ihr den Tod giebt.

Morgen alſo entferne ich mich.

In dem Zuſtande, in welchem die Fuͤrſtin ſich befindet, wuͤrde die Ankuͤndigung dieſer ſchnellen Abreiſe ſelbſt durch das Uebermaaß des Gluͤcks, das ſie fuͤhlen wuͤrde, ein tödtli⸗ cher Schlag fuͤr ſie ſein .. ich werde ihr daher ſchreiben, daß ich nur eine Reiſe von einigen Tagen unternehme, ſpäter ihr aber die fröhliche Nachricht nach und nach und mit Schonung von fern her melden.

Gluͤcklicherweiſe . . wird Regina gluͤcklich werden, trotz meines unbeſieglichen Widerwillens gegen dieſen Mann. Ich habe Vertrauen in die ſeltenen Eigenſchaften ſeines Herzens ich zweifle nicht ich habe nicht das Recht zu zweifeln, daß er nicht fur ſie das ſein werde, was er ſein ſoll.

Zum letzten Male . Lebewohl und Dank mein Freund oh ja! Dank! . . . denn Ihre weiſen und liebe⸗ vollen Lehren haben Wurzel geſchlagen in meiner Seele, und wenn in dem ſchmerzlichen Leben, zu dem ich von nun an verurtheilt bin, in mir ein Troſt noch vorbehalten iſt, ſo werde ich ihn der Kenntniß des Guten, der Gewoͤhnung an edle, erhabene und nuͤtzliche Ideen verdanken, durch deren Hilfe ich das Herz dieſer kräftigen und edlen Frau, die nun durch meine Schuld auf immer fuͤr mich verloren, wieder zu erlangen hoffte . ja, durch meine Schuld!!

Dieſe Lehre iſt nutzich ... aber furchtbar. .«. Haͤtte ich begonnen wie ich endete .. haͤtte ich, ſtatt mein Leben in erniedrigendem Muͤſſiggange zuzubringen, der fuͤr immer

das Herz meines Weibes von mir entfremdet hat, gehandelt,

wie ich ſeitdem, Dank ſei es Ihrem Rathe, gehandelt habe,