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rend welchem Vater und Sohn ſich feſt umarmt hielten, Suzon und ich aber kaum unſte Thraͤnen zuruͤckhalten konn⸗ ten, ſagte der Doctor mit ſchwacher, aber ruhiger Stimme:
„Nun denn . .. Ruhe .. . Faſſung, mein geliebter Juſt
damit dieſe Stunde uns . . . nicht bitter werde. . Warum denn traurig ſein bei dem Abſchiede zweier Freunde, wie wir ſind? Wenn ſie ſich einen Augenblick trennen, fin⸗ den ſie ſich nicht ſpäter wieder vereint?“
Als der Greis dieſe einfachen Worte ſprach, gab die hohe Heiterkeit ſeiner Zuͤge Zeugniß fuͤr ſeinen tiefen Glau⸗ ben an die Wiedervereinigung und Unſterblichkeit der Seelen.
Obgleich Juſt den Glauben ſeines Vaters theilte, ſo konnte er doch deſſen Stoicismus nicht nachahmen. Er ſtand am Kopfende des Bettes, beide Haͤnde auf's Geſicht gedruͤckt, und ſuchte ſeine Thraͤnen zu verbergen.
„Mein Kind,“ ſagte nun der Greis mit dem Tone ſanften Vorwurfs, indem er ſich halb wendete und mit matter Hand die des Sohnes zu ergreifen ſuchte, „warum Thraͤnen? Weißt Du nicht, daß nicht von einer ewigen Trennung die Rede iſt, ſondern nur von einer Abweſenheit?“
„Oh, mein Vater! . .. mein Vater ... ſchon!“ rief Juſt ſchluchzend, und ſank am Bette des Greiſes in die Kniee.
„Mein geliebtes Kind!. .. wozu dieſer Schmerz? Was liegt denn ſo Betruͤbendes in den Worten: „auf Wie⸗ derſehen!?“ Sind unſte Seelen nicht rein, ruhig und voll Vertrauen auf die Gerechtigkeit des Gottes der Redlichen?“
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