Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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Sous werth ſeyn konnte. Er hatte mir nie etwas von die⸗ ten Papieren geſagt. Ich wußte nicht, wozu ſie dienen ſoll⸗ ſen, und warf ſie in einen alten Koffer, anſtatt ſie zu ver⸗ brennen. Das war mir gerathen; denn auf dieſe Papiere

hab' ich Geld geliehen bekommen.“ „Das nenn' ich einen Treffer!“ ſprach Dumoulin. „Aber demnach wußte Jemand, daß Ihr die Papiere hattet?“ „Freilich. Einer der Menſchen, die alten Schuldbriefen nachſpüren, kam zu Cephiſe, und dieſe ſagte mir davon. Der Menſch las die Papiere und ſagte: die Sache ſey zweifelhaft; 3

doch wolle er mir auf die Papiere zehntauſend Franken lei⸗ hen. — Zehntauſend Franken! Das war ein Schatz. Ich ließ mich nicht lange bitten.“ „Aber Ihr hättet bevenken ſollen, daß dieſe Schuldbriefe einen bedeutenden Werth haben müßten ..

„Nein. Denn mein Vater, der den Werth derſelben hätte kennen müſſen, hatte keinen Nutzen daraus gezogen; und zehntauſend Franken in blanken Tholern, die einem, man weiß nicht wie, in die Hände fallen, die wirft man nicht weg, ſondern nimmt ſie unbedenklich. Demnach hab' ich ſie ge⸗ nommen. Der Mäkler hat mich bloß einen Wechſel unter⸗ ſchreiben laſſen, zu ſeiner Sicherſtellung — — ja zu ſeiner Sicherſtellung.“

„Ihr habt ihn unterſchrieben?“ fragte Dumoulin geſpannt.

„Was lag mir daran? Der Mäkler ſagte mir, es ſey eine bloße Förmlichk it. Und das iſt wahr, denn der Wechſel iſt

ſchon ſeit vierzehn Tagen fällig und es iſt mir kein Wort darüber geſagt worden. Ich hebe noch tauſend Franken bei dem Mäkler ſtehen, den ich zu meinem Kaſſier gemacht habe, weil er die Kaſſe hatte. Sehen Sie alſo, Dicker, wie ich dazu komme, von Morgen bis Abend zu praſſen, was das Zeug hält. Seitdem ich meine zehntauſend Franken habe, bin ich wie der Vogel im Hanfſamen, zumal da ich von mei⸗ nem lumpigen Alten, dem Baron Tripeaud, weg bin.“ Beim Ausſprechen dieſes Namens verdüſterte ſich die bis⸗ her heitere Miene Jakob's. Cephiſe, welche ſich ihrer finſteren Stimmung entſchlagen hatte, betrachtete ihren Geliebten voll Beſorgniß, denn ſie wußte, wie unmuthig der Name Tripeaud ihn machte. Liegganznackt fuhr fort: „Tripeaud, das iſt ein