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ligen wird, was wir von ihm erbitten wollen: die Freilaß— ſung dieſes Handwerkers gegen Bürgſchaft.“
„Das kann durchaus keinen Anſtand finden,“ antwortete der Doctor, — „beſonders wenn Sie ihm die Sache mit der Ih⸗ nen eignen Beredſamkeit des Herzens auseinander ſetzen.“
„Wiſſen Sie auch, lieber Herr Baleinier, warum ich den vielleicht ſonderbaren Entſchluß gefaßt habe, Sie zu bitten, Sie möchten mich zu dem Miniſter führen?“
„Hm! Um Ihren Schützling um ſo dringender zu em⸗ pfehlen.“
„Allerdings. Zugleich aber auch, um durch einen auffallen⸗ den Schritt den Verleumdungen einen Riegel vorzuſchieben, welche zu verbreiten meine Tante nicht unterlaſſen wird, und die ſie, wie Ihnen bekannt iſt, bereits in das Polizeiprotveoll hat ſetzen laſſen. Darum hielt ich für's Beſie, mich offen und ohne Umſchweife an einen hochſtehenden Mann zu wen⸗ den. Ich werde ihm die Sache erzählen, wie ſie iſt, und er wird mir glauben, weil die Wahrheit einen Ton hat, in welchem man ſich nicht irrt.“
„Alles das, mein liebes Fräulein, iſt ſehr verſtändig. Sie werden, wie man ſagt, zwei Fliegen mit einer Klappe ſchla⸗ gen, oder vielmehr Sie werden mit einer Handlung der Gut⸗ herzigkeit zwei Werke der Gerechtigkeit veranlaſſen: die Zer⸗ ſtörung gefährlicher Verleumdung im Keim und die Befrei⸗ ung eines wackern jungen Mannes.“
„Sehn Sie,“ ſagte Adriana lachend, „meine Luſtigkeit kehrt, Dank dieſer glücklichen Ausſicht, wieder.“
„Lieber Himmel!“ bemerkte philoſophiſch der Doctor, „im Leben hängt Alles ab von dem Geſichtspunkt, von welchem aus man die Sachen anſieht.“
Adriana war ſo völlig unwiſſend über das Weſen einer cvn⸗ ſtitutionellen Regierung und über das, was ein Miniſter kann
und nicht kann, daß ſie dem Doctor blindlings glaubte, was dieſer ihr ſagte. Freudig fuhr ſie fort: „Alſo kann ich, wenn ich nachher die arme Mutier des Geſellen beruhigen, die jetzt viellei Todesangſt iſt, weil ſie ihren Sohn nicht zurückkommen ſieh
„Sie werden dies Vergnügen haben,“ ſagte Baleinier lä⸗
chelnd, denn wir wollen d
cht in 6.
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Töchter des Generals Simon abhole, die
ermaßen ſollicitiren und intrigui⸗


