damit Ihre Tracht auſtändig ſey,
und ſah die übrigen Mitglieder dieſer Art von Familienrath an. „Eine Schwalbe? Was will ſie damit ſagen?“ fragte er den Baron mit einem Wink, den dieſer verſtand.
„Ich weiß es nicht,“ antwortete Tripeaud und ſah ſeiner⸗ ſeits den Doctor an. „Sie ſpricht von Maulwurf! Das iſt unerhört, unbegreiflich.“
Die Fürſtin ſchien das Staunen der Anderen zu theilen und ſagte: „Alſo, Fräulein, das iſt die Antwort, welche Sie mir geben?“
„Ohne Zweifel,“ antwortete Adriana, ihrerſeits erſtaunt, daß man ihren bildlichen Ausdruck nicht begreifen wollte.
„Frau Fürſtin,“ ſagte der Doctor Baleinier, gutmüthig lächelnd, „man muß nachſichtig ſeyn. Mein liebes Fräulein Adriana iſt ſo vriginell, ſo überſpannt — ſie iſt wirklich die liebenswürdigſte Närrin, die ich kenne.“
„Ich begreife, Herr Doctor, wie Ihre Zuneigung zu dem Fräulein Sie nachſichtig macht,“ bemerkte der geiſtliche Herr, indem er that, als würfe er dem Arzt Parteinahme für Adriana vor. „Es iſt aber unleugbar, daß dies unpaſſende Antworten ſind, wenn ſo ernſte Fragen verhandelt werden.“
„Das Unglück iſt, daß das Fräulein die hohe Bedeutung
dieſer Beſprechung nicht begreift,“ ſagte die Fürſtin. „Aber von nun an wird ſie dieſelbe begreifen, wenn ich ihr meine Befehle verkünde.“
„Laſſen Sie doch gütigſt dieſe Befehle hören, Frau Tante,“ ſagte Adriana, indem ſie mit einer Miene des Spottes und zugleich bezaubernder Anmuth ihr roſiges Kinn in ihr hohles Händchen legte.“
„Von morgen an,“ ſprach die Fürſtin, „werden Sie den Pavillon verlaſſen, den Sie bewohnen, — — werden Sie Ihre Kammerjungfern fortſchicken — — werden Sie herüber⸗
ziehen und zwei Zimmer bewohnen, in welche man nicht an⸗
ders gelangen kann, als indem man durch mein Gemach geht, — — werden Sie nie allein ausgehen, — — werden Sie mich zum Gottesdienſt begleiten. — — Ihre Mündig⸗ keit wird aufhören, wegen erwieſener Verſchwendun
ich werde alle Ihre Ausgaben über mich n werde es ſogar über mich nehmen, Ihre


