Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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iſt eine der weſentlichen, faſt unerläßlichen Eigen⸗ ſchaften, die man beſonders von denjenigen fordert, welche, wie Sie, die diplomatiſche Laufbahn ergreifen. Glauben Sie mir, auch vollkommene Manieren, feine Lebensart, eine geſchmackvolle Toilette muß man wenigſtens als die Hälfte des Werthes der Diplo⸗ maten betrachten, welche berufen ſind, in beſtändiger Verbindung mit der Elite der beſſern Geſellſchaft Europas zu ſtehen. Vielleicht, mein Freund, werden Ihnen meine Rathſchläge nicht ſo kindiſch dünken, als ſie es zu ſein ſcheinen.“

„Was ſoll ich Ihnen ſagen?“ erwiederte Maurice, der immer mehr dem Zauber von Antvinette unter⸗ lag. „Mögen ſich Ihre Rathſchläge bis zu dem er⸗ heben, was es Edelſtes in den Gefühlen gibt . . . mögen ſie zu ſcheinbaren Kleinlichkeiten hinabſteigen, deren Bedeutung ich aber begreife . . . ſie flößen mir die lebhafteſte Dankbarkeit für Sie ein, denn ſie beweiſen mir Ihre Theilnahme. . . Ihre Zuneigung und mehr als je frage ich mich, was mir dieſes zarte, plötzliche Intereſſe eingetragen habe, eintrage, von dem Sie mir ſo viel Beweiſe geben.“

„Dieſes Geheimniß iſt, wie geſagt, das einzige Geheimniß ... das ich je für Sie haben werde,

Maurice. Ueberdies kann Ihnen nur wenig an der Urſache meiner Ergebenheit, meiner leidenſchaftlichen Zuneigung liegen ..5

Frau von Hansfeld unterbrach ſich jedoch, ſchlug

die Augen nieder und fügte dann bei:

.

„Ja . leidenſchaftlich . . hören Sie?

Maurice, fromm leidenſchaftlich . . . wie es die lie⸗ bende Mutter für ihren Sohn .. die Schweſter