Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

46

zu übertreiben, iſt es gut, die körperlichen Vorzüge, mit denen man glücklicher Weiſe begabt iſt, in Werth zu ſetzen . . . Sie beſitzen nun, mein lieber Maurice und dieſe Worte einer Schweſter zu einem Bruder haben nichts Exorbitantes .. ein ſchönes volles Ge⸗ ſicht, Ihre Taille iſt bewunderungswürdig gebaut. .. und „Und nun,“ erwiederte Maurice, vor Verwirrung erröthend, „ich bitte . . erſparen Sie mir . „Fragen Sie Ihre liebenswürdige Mutter, oder ihre reizende Braut, ob ſie nicht meiner Meinung ſeien. . Sie ſchweigen? . .. Ich erwartete es . .. Sie haben nichts hierauf zu antworten .. . ich fahre alſo fort . . . Der Schneider in der Mode wird Sie körperlich ſehr in Werth ſetzen, und Sie werden um nichts mehr die jungen Leute zu beneiden haben, deren Eleganz Sie geſtern bei Ihrem Spaziergange auf den Champs⸗Elyſées in Verzweiflung brachte. .. und, beiläufig geſagt, behalten Sie, mein Freund, das unabänderliche Geſetz in dem, was die Toilette betrifft, und woran man in der Regel den diſtin⸗ guirten Mann erkennt: „Er trägt immer am Abend ſeidene Strümpfe, Schuhe und einen Frack; die Mor⸗ gentvilette iſt der Fantaſie überlaſſen““ Um Ihnen übrigens die Beobachtung der verſchiedenen Regeln in dem, was die Welt die Lebensart nennt, zu er⸗ leichtern, werde ich meinen Haushofmeiſter ſogleich beauftragen, Ihnen ſchon morgen, wenn es ſein kann, einen Kammerdiener von ſehr gutem Hauſe aufzuſuchen und zuzuſchicken; Sie werden ihn machen laſſen; er wird, wie es ſich geziemt, Ihre Abend⸗ und Morgentvilette vorbereiten, Sie mit Geſchma