Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 14.-17. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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30 ch.

Vareuil.

„Auf Leib und Leben! Ich war wahnſinnig in Frau von Méligny verliebt, als Du mir ſie entführ⸗ teſt; ich faßte auch einen Haß gegen Dich, oh! einen Haß, ſiehſt Du, wie es keinen gibt. Du wirſt lachen .. Stelle Dir vor, daß ich einen Augenblick den Gedanken hatte, mich mit Dir zu ſchlagen, ſo wüthend war ich; doch es iſt etwas Albernes um ein Duell wegen einer Frau, weshalb ich auf meine erſte Idee verzichtete. Nun wünſche ich mir teufelmäßig Glück hiezu!

Ich. „Mein Lieber, man muß ſich nur verſtändigen.

Vareuil. „Worüber?

„Krieg alſo?

„Ueber das Duell. Vareuil. „Ueber das Duell .. aus Anlaß von Frauen?

ch.

„Ja, denn ich ſage Dir Folgendes . ſehr kalt und ohne irgend einen Zorn ... man kann ſich wegen einer Geliebten nicht ſchlagen .. doch höre mich wohl an das iſt ernſt, Du haſt vor mir gegen meine Frau ſpottend geäußert, „Du werdeſt ihr den Hof machen;““ das war ein abgeſchmackter Scherz und nicht mehr; dieſen Scherz wiederholſt Du. Wir find unter vier Augen, es iſt nichts daran gelegen; nur erinnere Dich wohl: ich tödte Dich oder Du wirſt mich tödten. Ich ſage Dir das immer ohne Zorn und ſehr kalt

ich tödte Dich oder Du wirſt mich tödten, wenn Du mir je Anlaß zu gegründeter Eiferſucht gibſt bis jetzt verſpüre ich nichts hievon. Nein, trotz Dei⸗ ner unſtörharen Dreiſtigkeit, flößeſt Du mir nicht die geringſte Furcht ein, und die Art, wie Madame Du⸗