„Der Elende! Beim heiligen Jacob! bringt ihn todt oder lebendig auf das Deck! Und Du, Alvarez, gieb mir ein Schlacht⸗ ſprachrohr!“
Der brave Maſſareo legte nun auf das ſtumme Fahrzeug die ungeheure Oeffnung des Inſtrumentes an, und rief:
„Hohö! Tartane, Hohö!“
Dann ſenkte er das Sprachrohr und hielt die Hand an das Ohr, um keinen Laut zu verlieren.
„Nichts; tiefes Schweigen!“
„He?“ ſagte er zum Quartiermeiſter, der neben ihm ſtand.
„Ich habe nichts gehört, mein Capitain, außer eine Art von Geſtöhn; aber beim Himmel, traut dem nicht; ſprecht lieber mit guten Kanonenſchüſſen. Die Sprache verſtehen ſie, beim heiligen Petrus! denn unſer braver Admiral Galledo, den Gott unter ſeinen rechten Arm nehmen möge, meinte immer: das wäre die Univerſalſprache.“
„Still, Alvarez, ſtill! Schweig, alte Plaudertaſche! Es war mir, als bewegte ſich auf dem Deck etwas.—“ Und von neuem ſetzte er das Sprachrohr an und rief:„
„Hohö, Tartane, Hohö! ſchickt ein Boot an Bord oder Ihr werdet in den Grund gebohrt— wie verfluchte Hunde, die Ihr ſeid!“ ſagte Alvarez.
„Wirſt Du ſchweigen? Sie können geſprochen haben, und Deine dumme Zunge, die eben ſo ſchnell geht wie ein Ka⸗ beltau, hat mich gehindert, etwas zu hören,“ ſagte der Caiti ärgerlich, und rief dann wieder, zum dritten Male:„Hohö, Tartane!— Antwort, oder ich gebe Feuer!“
Diesmal hörte man ganz deutlich ein tiefes Geſtöhn, wel⸗ ches nichts Menſchliches hatte und den Capitain Maſſareo er⸗ bleichen machte.
„Capitain, wenn Ihr mir glauben wollt,“ ſagte Alvarez, indem er ſich bekreuzte,„ſo ſchicken wir ihm eine Lage und gehen unter Wind, denn ich ſehe das St. Elmsfeuer, und bei der hei⸗ ligen Jungfrau, es iſt nicht gut ſein hier.“ „Das iſt zu arg,“ ſchrie Maſſareo;„heiliger Petrus, bitte für uns! Drauf! in Gottes Namen, Kanoniere, an Eure Ge⸗ ſchütze! Fertig! macht das Zeichen des Kreuzes! jetzt Feuer, Steuerbord!“
Die Salve geſchah, und ihr Schein erleuchtete auf einen Augenblick die Tartane, welche einen dunkeln Schatten auf das


