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den Taue ſeinen Hals umſchlang. Vergebliches Streben! der Gedanke allein wurde in dem Körper erſtickt, denn die Arme des Leichnams umklammerten noch eben ſo feſt die Knie des Brudermörders, als beide zuſammen verſchwanden.
Als der Schiffsjunge nichts mehr ſah, rieb er ſich die Au⸗ gen, blickte noch einmal hin, und ſtieg dann hinab, ſeinen Rap⸗ port zu machen, der ſehr überraſchte. Man brach die Beichte ganz kurz ab, mit dem Verſprechen, zu derſelben zurückzukehren, und die Quartierwache des Backbord ſtieg auf Befehl des Ca⸗ pitains aufs Deck. Der Wind wehte etwas weniger heftig und die Nacht war hell; man ſtellte einen guten Matroſen in den Maſtkorb und ſetzte die Fahrt nach Weſten fort.
Sie ließen einige Zeit in dieſer Richtung ſchießen, als der Matroſe der vordern Quartierwacht rief:„Segel, Steuerbord!“
Man zündete die Fanale an, und erblickte die Tartane ganz enttakelt, die Tartane, die ſie ſeit dem Morgen verfolg⸗ ten, die Tartane, welche die allererſte Urſache alles ihres Un⸗ glücks war.
Endlich ſchrie der Capitain:„Die heilige Jungfrau ſei uns gnädig! Gott iſt gerecht. Du ſollſt den Tod unſerer Brüder bezahlen, Verfluchte!“ Ungeachtet des ungeſtümen Windes trachtete er, auf die Seite zu legen.
Achtes Kapitel.
Aus Furcht?— Nein Herr! Calderon.
Das Reliq uienkäſtchen des heiligen Joſeph.
„Jago! Jago!“ ſchrie der Capitain vom Reliquienkäſt⸗ chen des heiligen Joſeph.„Jago, mein zweites Ich! Laß die Kanoniere an die Geſchütze treten!“
„Capitain— ich“—
„Du zitterſt, glaube ich gar?“
„Nein, Capitain; aber der Levante iſt mir auf die Nerven gefallen.“ 1


